… ein „geht nicht“, wird nicht akzeptiert …

„Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen.“

(Hermann Hesse)

Ich habe schon so oft erlebt, wie Menschen durch Krankheit gezeichnet, den Mut verloren haben. Erschüttert durch die scheinbar todbringende Diagnose, die oft unerwartet, von einem auf den anderen Moment, den Menschen trifft und sein bisheriges Leben in Frage stellt. Oft, viel zu oft, werden Menschen in dieser Situation allein gelassen, mit einem Befund den sie sprachlich, wie auch psychisch nicht verstehen. Entlassen in eine ungewisse Zukunft, mit Hiobsbotschaften aus Medien, Freundes- und Bekanntenkreis, scheint es schier unmöglich, einen klaren Kopf zu behalten. Blind ergreift man(n) jeden Strohhalm, der sich bietet und doch, wie so oft in unserem Leben, ist es gerade jetzt wichtig, achtsam, aufmerksam und für unseren Gegenüber da zu sein. Auf einmal drängt die Zeit, von heute auf morgen zieht sich die Schlinge des schnellen Handelns enger, Entscheidung weitreichender Folgen müssen getroffen werden, Untersuchungen, welche oft mit Schmerzen verbunden sind. Fachärzte, die bis zu diesem Moment dem Betroffenen fremd waren, werden zum „engen Vertrauten“ und quasi zum „Zünglein an der Waage“. Eine Flut von Therapien werden in die Wege geleitet,… die Zeit drängt ….

Jetzt ist es höchste Zeit an diesen Menschen heranzutreten und Ihm eine Hand zu reichen. Eine Hand die hält, die beiseite steht, die zuhört, die da ist. Ein Mensch, der Fragen beantwortet, der den Körper in seiner Ganzheit betrachtet, kennt und Zusammenhänge versteht, um IHN in und durch die meist schweren, kraftraubenden Therapien zu begleiten und zu stabilisieren.

Ein ausgefeiltes Ernährungskonzept, eine optimale psychologische Begleitung, ein „Gemeinsam“ für eine bessere Versorgung für Menschen in Ihren schwersten, oft existentiellen Ausnahmesituationen, egal welchen Lebensalters. Kräfte bündeln, Kompetenzen teilen, Wissen vereinen, im Fokus immer eine optimale Versorgung des Betroffenen.
Eine optimale Ernährung, ob unter Berücksichtigung des Zuckers im Tumorstoffwechsels und dessen Verzicht, oder die erhöhte Zufuhr von Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen, es gibt sehr viel, was man komplementär tun kann – aber jeder für sich muss bereit sein, diesen Weg einzuschlagen -. Eine Beobachtung der Entgiftungs- und Ausscheidungsorgane, wie Leber und Niere, unter erhöhter medikamentöser Zufuhr ist dabei immer unerlässlich.

Psychische Unterstützung, Hilfe im Schmerz, in Appetitlosigkeit, in der Depression und Angst, es gibt so vieles was man unterstützend tun kann, man muss es NUR wissen, zulassen und leben.

Menschen sehnen sich in diesem Moment nach Authentizität, Ehrlichkeit, Aufklärung, Abwägung aller Pro und Contras in Ihrem ganz individuellen Fall und meist sogar nach einer gewissen Form von Geborgenheit, die durchaus, aufgrund unterschiedlicher Persönlichkeitsprofile, unterschiedlich aussehen kann.

Beachte z.B. dass ein bettlägeriger Patient schon durch seine Lagerung, seine Bodenhaftung über die Füße verloren hat und seiner Gesamtsituation scheinbar völlig hilflos ausgeliefert ist, im wahrsten Sinn des Wortes. Gerade in lebensbedrohlicher oder präfinaler Situation sind Erdung und Berührung von essentieller. Ein Kissen oder eine zusammengerollte Decke an den Füßen können unterbewusst wahre Wunder bewirken, auch hier sind es wie so oft im Leben der Blick für die Kleinigkeiten, mit großer Wirkung.

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